Bali Kino

Bali Kino Berlin

 

 

 

 


 Bali Kino
 Teltower Damm 33
 14169 Berlin
 Tel.: 030 / 811 46 78
 Fax: 030 / 812 99 538

 

Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken.

Programmänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.



10_Monatsprogramm_Oktober_2020.pdf
10-Konzert-OLD-RIVER-TALES-23-10-2020.pdf
10-Kuenstler-Woche-im-Oktober-2020.pdf
11_Nepal-Woche-im-November.pdf
11_Beethoven-Woche-November-2020.pdf
Ansicht-Bestuhlungsplan-zur-Platzwahl.pdf


Morgen Ist Schluss - Der Anfang

Mit rasantem Tempo, witzigen Dialogen und tollen Schauspielern überzeugt diese freche Satire auf das Schicksal der italienischen Mittelklasse in Zeiten der Wirtschaftskrise. Der Debutfilm des jungen apulischen Filmemachers Sydney Sibilia war einer der größten Hits bei Publikum und Kritik im letzten Jahr.

 

Pietro Zinni, 37, genialer Neurobiologe, verliert wegen Kürzungen seine Stelle an der Universität. Aber was soll einer tun, der sein Leben lang nur studiert und geforscht hat? Vielleicht dies: eine kriminelle Vereinigung gründen, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Pietro rekrutiert die besten unter seinen ehemaligen Kollegen, die ebenfalls gefeuert wurden und nun am Rand der Gesellschaft ihr Dasein fristen. Die Experten für Semiotik, lateinische Inschriften, Archäologie, Makroökonomie, Chemoinformatik und Anthropologie erweisen sich als überraschend geschickt darin, einen Amateur-Drogenring aufzuziehen. Eine selbstgebastelte neue Partydroge findet in den hippen Nachtclubs Roms reißenden Absatz. Bald schwimmen Pietro und seine Kumpane im Geld. Aber je größer das Businesss, desto größer auch die Probleme…

 

Regie Sydney Sibilia
Italien 2014
100 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren
OmU

 

 

So. 18.10.2020 - Mi. 21.10.2020 um 18.00 Uhr


Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra

In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe zwischen den Paten der sizilianischen Mafia ihren Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenes Mitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Derweilen wüten in seiner Heimat die Fehden zwischen den Clans. Man begleicht offene Rechnungen und Buscettas Vertraute werden einer nach dem anderen umgebracht. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscetta eine Entscheidung, die die Mafia erschüttert: Vor dem Richter Falcone bricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde…

 

Marco Bellocchio, einer der vielseitigsten italienischen Regisseure, hat das europäische Kino entscheidend mitgeprägt. Sein mehrfach ausgezeichneter neuer Spielfilm IL TRADITORE - ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA beruht auf der wahren Geschichte der schillernden Persönlichkeit des Tommaso Buscetta. Er steht in der Tradition grosser Kino-Epen wie «Der Pate» und ist fern jeder Mafia-Glorifizierung. Kraftvoll, virtuos, packend: IL TRADITORE ist ein Film, der unter die Haut geht.

 

Regie Marco Bellocchio
Italien / Frankreich / Deutschland / Brasilien 2020
153 Minuten
FSK ab 12 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 15.10.2020 - Mi. 21.10.2020 um 20.30 Uhr


Max und die Wilde 7

Eine echte Ritterburg als neues Zuhause – kann man sich etwas Cooleres vorstellen? Ja, kann man, findet der neunjährige Max. Denn Burg Geroldseck ist ein Altersheim voller schrumpeliger Omas und Opas! Aber damit seine alleinerziehende Mutter, eine Altenpflegerin, auch Nachtschichten arbeiten kann, wohnt Max jetzt im Rabenturm. Als einziges Kind unter lauter alten Knackern ...

 

Doch nie im Leben hätte Max gedacht, dass er ausgerechnet auf Burg Geroldseck die Freunde finden würde, die er sich immer gewünscht hat. Zwar sind Vera, Horst und Kilian zusammen schon über 200 Jahre alt – aber die ganze Zeit seufzen und in Erinnerungen schwelgen? Von wegen!

Aber nicht nur als beste Freunde sind die Vier unschlagbar – sie sind auch wahre Meisterdetektive! Als ein Einbrecher auf Burg Geroldseck sein Unwesen treibt und am helllichten Tag in die Wohnungen der Senioren eindringt und dort Wertgegenstände klaut, begibt sich Max mit der Wilden 7 auf Verbrecherjagd. Aus dem Abenteuer wird schon bald bitterer Ernst, als seine Mutter plötzlich die Hauptverdächtige ist. Jetzt geht es um alles: Können Max und die Wilde 7 ihre Unschuld beweisen? Wenn nicht, müssen er und seine Mutter Burg Geroldseck schon in wenigen Tagen für immer verlassen. Aber wer ist der wahre Einbrecher?

 

Regie Winfried Oelsner
Deutschland 2020
Minuten
FSK ab 0, empf. ab 8 Jahren
FBW Prädikat besonders wertvoll

 

 

Do. 22.10.2020 - So. 25.10.2020 um 16.00 Uhr


RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit

Ein fesselndes Portrait einer inspirierenden und starken Frau, der US-amerikanischen Richterin Ruth Bader Ginsburg, die mit unerschütterlicher Energie Meilensteine im Kampf um Würde und Gleichberechtigung setzte.

 

Ein beeindruckendes Zeitdokument einer schlagfertigen Legende. Der Film hat die amerikanischen Kinos im Sturm erobert und ein Zeichen für alternative Politik in den USA gesetzt.

 

Regie Betsy West und Julie Cohen
USA 2018
97 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 22.10.2020 - Sa. 24.10.2020 um 18.00 Uhr


I Am Not Your Negro

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text „Remember This House“. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

 

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.

 

Regie Raoul Peck
USA 2017
93 Minuten
empf. ab 12 Jahren

 

 

So. 25.10.2020 - Mi. 28.10.2020 um 18.00 Uhr


What You Gonna Do When the World's on Fire?

Junge Afro-Amerikaner*innen werden überproportional häufig Opfer von tödlicher Polizeigewalt. So auch im südlichen US-Bundesstaat Louisiana, aber hier haben sie noch einen weiteren Feind: der Ku-Klux-Klan ist auch im 21. Jahrhundert noch aktiv und terrorisiert die Schwarzen Communities. Als Regisseur Roberto Minervini Louisiana bereiste um dort eigentlich eine Dokumentation über die Musik der 1930er Jahre zu drehen, verwarf er angesichts der omnipräsenten Gewalt gegen Schwarze seine ursprünglichen Pläne. So fokussierte er sich für WHAT YOU GONNA DO WHEN THE WORLD IS ON FIRE? auf einige Protagonist*innen, die er in intimen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt. Er trifft beispielsweise die Barbesitzerin Judy Hill, die durch ihre Lebenserfahrungen ihre Rolle als Schwarze Frau in der US-Gesellschaft reflektiert. Er zeigt die New Black Panther Party For Self-Defense in New Orleans, die versucht, die Nachbarschaft für Protestaktionen zu mobilisieren und praktische soziale Hilfe anzubieten. Und er verbringt Zeit mit dem 14-jährigen Ronaldo, der seinen jüngeren Bruder Titus auf das Leben vorbereitet – inklusive Boxunterricht und Lektionen darüber, was es bedeutet, Schwarz zu sein. Eindringliche Portraits, die sich zu einem Bild verdichten, welche Menschen hinter der Forderung #blacklivesmatter stehen und wie ihr alltäglicher Kampf gegen den Rassismus aussieht.

 

Regie Roberto Minervini
Italien/USA/Frankreich 2018

123 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 22.10.2020 um 20.30 Uhr

Sa. 24.10.2020 - Mi. 28.10.2020 um 20.30 Uhr


Der geheime Garten

Die in Indien lebende, 10-jährige Britin Mary Lennox wird, nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern, auf das tief in den Yorkshire Moors gelegene Landgut ihres Onkels Archibald geschickt. Weder der Onkel noch die Haushälterin interessieren sich für das Mädchen. Die Geheimnisse in dem großen Haus mit den verschlossenen Zimmern wecken schnell Marys Neugier. Sie erfährt von einem geheimen Garten, den seit zehn Jahren niemand betreten hat und macht sich auf die Suche. Aber was sie findet, ist weitaus mehr als irgendein Garten! Gemeinsam mit ihrem kränklichen Cousin Colin und ihrem neugewonnen Freund Dickon entdeckt sie eine farbenprächtige und nahezu magische Welt, die nicht nur ihr eigenes Leben von Grund auf verändern wird…

 

Regie Marc Munden
Großbritannien 2019
100 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 29.10.2020 - Mi. 11.11.2020 um 16.00 Uhr


FRIDA KAHLO - Die Ikone, die Künstlerin

Wer war Frida Kahlo? Jeder hat schon von ihr gehört, doch was für ein Mensch verbirgt sich hinter den leuchtenden Farben, den buschigen Augenbrauen und den Blumenkränzen? Wir entführen Sie auf eine Reise durch das Leben dieser ikonischen Malerin: Entdecken Sie ihre Kunst und die Wahrheit über ihr bewegtes Leben.


Dieser maßstabsetzende Film vermittelt tiefe Einblicke in zentrale Werke von Frida Kahlo. Dank neuester Aufnahmetechnik sehen Sie diese in bislang unvorstellbarer Qualität. Die Produktion verrät Kahlos tiefste Gefühle und entschlüsselt die Geheimnisse und Symbole, die sich hinter ihrer Kunst verbergen. Als Leitfaden durch den Film dienen ihre Briefe.

 

Wie bei Exhibition on Screen üblich, verbindet der ganz persönliche, intime Film Interviews mit Kommentaren und detaillierten Kunstanalysen. Er präsentiert ein wahres Feuerwerk an Farben, feiert die Kraft des Lebens und bietet einen einmaligen Zugang zu Kahlos Werken: Erfahren Sie mehr über ihre fieberhafte Kreativität, ihre Widerstandskraft und ihre beispiellose Lust am Leben, an Politik, Männern und Frauen. Der Film lässt weltbekannte Experten zu Wort kommen und erkundet die Größe dieser Künstlerin: So entdecken wir die wahre Frida Kahlo.

 

Regie Ali Ray
Großbritanien 2020
90 Minuten
empf. ab 14 Jahren
EXHIBITION ON SCREEN

 

 

Do. 29.10.2020 - So. 01.11.2020 um 18.00 Uhr


Jenseits des Sichtbaren - Hilma af Klint

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malt Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Insgesamt erschafft sie über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt Jahrzehnte verborgen bleiben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand davon Notiz nimmt?

 

Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Werk nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht dabei von Biologie und Astronomie über Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und umspannt einen faszinierenden Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen.

 

Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, welches in einem überwältigenden Oeuvre gipfelt und die Geschichtsschreibung der Kunst auf den Kopf stellt.

 

Regie Halina Dyrschka
Deutschland 2020
93 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Mo. 02.11.2020 - Di. 03.11.2020 um 18.00 Uhr


Wer ist Oda Jaune?

Sie malt verwachsene, verstümmelte Menschen, sie malt Nackte ohne Geschlecht, Köpfe ohne Gesicht. Verstörende Bilder, die wehtun. Und sie malt Menschen im Glück, Menschen im Paradies, Menschen, die fliegen können. Zarte Bilder, die anrühren. Sie heißt Oda Jaune, stammt aus Bulgarien (*1979), hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, wurde Meisterschülerin bei Jörg Immendorff. Und seine Frau.

 

Die Filmemacherin Kamilla Pfeffer – fasziniert von ihren Bildern – will die Künstlerin unbedingt kennenlernen, über sie ihren ersten langen Film wagen. Die Kontaktaufnahme dauert, erst nach zwei Jahren und einigen Begegnungen ist Oda Jaune bereit. Schließlich die Verabredung: mehrere Wochen dürfen Filmemacherin und Kamerafrau im Atelier dabei sein, wenn neue großformatige Bilder für die nächste Ausstellung entstehen. Ein Vorhaben, das sich schon bald als mittelschweres Problem erweist...

 

Wer ist Oda Jaune? ist ein Film über eine Malerin und ihre Bilder. Ein nahes, zunehmend intimes Portrait einer jungen Frau, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen musste, um ihre Zukunft zu finden.

 

Regie Kamilla Pfeffer
Deutschland 2016
75 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Mi. 04.11.2020 um 18.00 Uhr - BALI special


Body of Truth

Die Künstlerinnen Marina Abramovic, Sigalit Landau, Katharina Sieverding und Shirin Neshat wurden durch ihre persönlichen Erfahrungen mit Krieg, Gewalt und Unterdrückung in ihren Heimatländern geprägt und politisiert. Diese Erfahrungen fließen in ihre Werke ein, werden in Kunst verwandelt. Ihr Ausdrucksmittel ist das Persönlichste, was sie haben: ihr eigener Körper.

 

In BODY OF TRUTH begleiten wir die vier Künstlerinnen auf einer emotionalen Reise durch ihre Biographien. Die vier Frauen stammen aus vier verschiedenen Kulturen. Ihre Lebensgeschichten sind geprägt von politischen Konflikten, die ihr künstlerisches Schaffen stark beeinflusst haben. Mit ihrer Kunst erschließen sie uns neue Perspektiven und Wahrnehmungen, vertiefen das Verstehen der Themen unserer Zeit. Gehören Gewalt und Machtwille unabdingbar zur menschlichen Natur? Kann uns Kunst helfen, eine hoch komplexe Welt besser zu verstehen?

 

Regie Evelyn Schels
Deutschland 2019
92 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 29.10.2020 - Mi. 04.11.2020 um 20.30 Uhr


THE BOOKSELLERS - Aus Liebe zum Buch

THE BOOKSELLERS ist ein lebendiger Blick hinter die Kulissen der New Yorker Welt der seltenen Bücher und jener faszinierenden Menschen, die sie bewohnen. Der Dokumentarfilm ist eine liebevolle Hommage an die Buchkultur und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Zukunft des Buches.

 

Der Film unternimmt eine Reise in eine kleine, faszinierende Welt voller träumender, exzentrischer, intellektueller und besessener Bibliophilen, die niemals aufgeben bei der unerbittlichen Suche nach dem nächsten großen Fund. Dabei zeigen sich Buchhändlerinnen und -händler als Gelehrte, Detektiv:innen und Geschäftsleute in einem, und ihre Persönlichkeiten und ihr Wissen sind so divers wie die Bücher, mit denen sie arbeiten. Sie spielen eine unterschätzte, aber essenzielle Rolle bei der Aufgabe des Bewahrens von kulturellem Wissen und menschlicher Geschichte.

 

Doch trotz aller Leidenschaft sieht der Buchmarkt sich zeitgleich mit einem stetigen Rückgang kleiner Buchhandlungen konfrontiert. Welchen Einfluss haben neue Technologien auf den Buchmarkt? Wie wichtig sind Bücher als haptische Objekte?

Die andauernde Relevanz des Buches wird aber nicht nur von enthusiastischen Büchersammler:innen verteidigt, sondern auch von einer wachsenden Community aus jungen Lesenden und Menschen, deren Liebe zum Buch ungebrochen ist. THE BOOKSELLERS lässt uns diese Liebe spüren – als Plädoyer für die Seiten, die die Welt bedeuten.

 

Regie D. W. Young
USA 2020
99 Minuten
empf. ab 14 Jahren
Dokumentation

 

 

Do. 05.11.2020 - So. 08.11.2020 um 18.00 Uhr

Di. 10.11.2020 - Mi. 11.11.2020 um 18.00 Uhr


Corpus Christi [Boze Cialo]

Ein junger Kleinkrimineller bringt als falscher Pfarrer eine kleine Gemeinde wieder auf Spur. Das polnische Drama basiert auf einer wahren Geschichte.

 

Corpus Christi ist die Geschichte des 20-jährigen Daniel, der während seines Aufenthalts in einem Jugendgefängnis eine spirituelle Transformation erlebt. Er möchte Priester werden. Dies ist jedoch aufgrund seiner Vorstrafen unmöglich. Als er zur Arbeit in eine Kleinstadt geschickt wird, verkleidet er sich bei seiner Ankunft als Priester und übernimmt versehentlich die örtliche Gemeinde. Durch die Ankunft des jungen, charismatischen Predigers verändert sich die Gemeinde zum positiven.

 

Corpus Christi wurde für den Oscar® 2020 als bester internationaler Spielfilm nominiert.

 

Regie Jan Komasa
Polen 2019
116 Minuten
FSK ab 16 Jahren
Polnisch Original mit
deutschen Untertiteln

 

 

Mo. 09.11.2020 um 18.00 Uhr - KINO DER NACHBARN


Master Cheng in Pohjanjoki

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng in ein abgelegenes Dorf in Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht. Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben ...

 

Mika Kaurismäki, Weltreisender in Sachen Film, überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft. Kaurismäki zeigt uns dabei, wie er es ausdrückt, "die positiven Seiten der Globalisierung".

 

MASTER CHENG IN POHJANJOKI wurde auf den 61. Nordischen Filmtagen in Lübeck mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

 

Regie: Mika Kaurismäki
Finnland/China 2020
114 Minuten
FSK ab 6 Jahren

 

 

Do. 05.11.2020 - Mi. 11.11.2020 um 20.30 Uhr


Auf dem Weg zur Schule

Was für viele Kinder ganz normal ist, bedeutet für manche ein echtes Abenteuer: der Weg zur Schule. Ob gefährlich nah an einer Elefantenherde vorbei, über steinige Gebirgspfade, durch unwegsame Flusstäler oder mit dem Pferd durch die Weite Patagoniens – Jackson (11) aus Kenia, Zahira (12) aus Marokko, Samuel (13) aus Indien und Carlito (11) aus Argentinien haben eines gemeinsam: ihr Schulweg ist sehr lang und gefahrvoll, doch ihre Lust am Leben und am Lernen ist größer.  Sie wissen alle, welches Privileg ihre Ausbildung ist – und doch sind sie auch ganz normale Kinder, die Spaß haben wollen. Mit viel Eigensinn und noch mehr Einfallsreichtum räumen sie Hindernisse aus dem Weg, überwinden Ängste und leben vor, was so oft vergessen wird: dass auch der Weg ein Ziel sein kann.

 

Dokumentation
Regie Pascal Plisson
Frankreich 2013
77 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 12.11.2020 - So. 15.11.2020 um 16.00 Uhr


Weltreise mit Buddha

In WELTREISE MIT BUDDHA erkundet Regisseur Jesco Puluj frisch und unterhaltsam die verschiedensten Ausprägungen des Buddhismus weltweit. Der junge deutsche Filmemacher reist in seinem Erstlingswerk um die Welt, um buddhistische Mönche und Nonnen zu treffen. Er geht dabei den Fragen nach: Was ist die Essenz des Buddhismus? Woraus schöpft diese Religion ihre tiefe Kraft? Und soll er selbst Buddhist werden?

 

Jesco Puluj beginnt seine Reise in Thailand, wo er auf den charismatischen Mönch Julien trifft, der ursprünglich aus Kanada stammt und in den Bergen Thailands durch Meditation seine innere Ruhe gefunden hat. Doch ist Meditation der einzige Weg zum Glück? Jesco reist weiter nach Japan, China, Nepal und Afrika, um den Buddhismus in all seinen Facetten zu kennenzulernen. Er möchte verstehen, was das Mönch-Sein für viele so attraktiv macht. Schließlich versucht er sich sogar selbst als Mönchs-Novize, in der Hoffnung, Buddhas Lächeln tiefer erfassen zu können.

 

Regie Jesco Puluj
Deutschland 2020
83 Minuten
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 12.11.2020 - Fr. 13.11.2020 um 18.00 Uhr


AFTER SHANGRILA – Nepal nach dem Beben

Ein Dokumentarfilm von Christina Voigt in Zusammenarbeit mit Govinda e.V. und der Shangrila Entwicklungshilfe

 

Am 25. April 2015 ereignete sich in Nepal das schwerste Erdbeben seit über 80 Jahren. 10.000 Menschen starben, hunderttausende wurden obdachlos, unzählige Häuser und historische Bauten wurden zerstört. Der Film AFTER SHANGRILA begleitet 5 junge Nepalesinnen und Nepalesen Anfang 20 beim Wiederaufbau in ihrem Land. Alle wuchsen im Shangrila Waisenhaus auf und engagieren sich jetzt selbst, um Menschen in Nepal zu helfen. Im Film reflektieren die jungen Erwachsenen über ihre Zeit im Waisenhaus, ihre Vergangenheit und über die Schwierigkeiten nach dem Erdbeben. 

 

Der Film zeigt die Herausforderungen, die der Wiederaufbau in einem geografisch schwierigen Land wie Nepal mit sich bringt und fragt auch, inwieweit Entwicklungshilfe aus dem Ausland funktionieren kann. Vor allem aber zeigen die 5 jungen Nepalesen und Nepalesinnen durch ihre Lebensgeschichten, was aus Kindern aus benachteiligten Lebenssituationen werden kann, wenn man ihnen Bildung, Unterstützung und Möglichkeiten der Selbstentfaltung zukommen lässt und wie sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

 

Regie Christina Voigt
Nepal 2018
90 Minuten 
empf. ab 14 Jahren
OmU

 

 

Sa. 14.11.2020 um 18.00 Uhr


URMILA - FÜR DIE FREIHEIT

Urmila Chaudhary lebt im Süden Nepals und ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als Kamalari, eine Haushaltssklavin, in die Hauptstadt verkauft wird. Erst 12 Jahre später gelingt ihre Befreiung. Mit der eigenen Freiheit gibt sich Urmila nicht zufrieden, aus dem Erlebten zieht sie die Kraft, die sie für andere Mädchen in ihrem Land nutzen will: „Kinder gehen zur Schule! Erwachsene gehen arbeiten!“ Urmila schreit ihre Wut in einem Protestzug auf den Straßen von Kathmandu hinaus. Voller Zuversicht kämpft sie für die Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ (FKDF) gegen das offiziell abgeschaffte System der Leibeigenschaft und somit gegen jahrhundertealte Gesellschaftsstrukturen in ihrer Heimat. Die nepalesische Organisation FKDF wurde von ehemaligen Kamalari mitgegründet, die nun ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre gewonnene Stärke für andere junge Frauen einsetzen. Inzwischen konnten von Urmila und ihren Mitstreiterinnen 13.000 Mädchen befreit werden.

 

Urmila macht auch außerhalb Nepals auf die Situation in ihrer Heimat aufmerksam, sie reist auf andere Kontinente und hält mitreißende Reden, u.a. auf dem Oslo Freedom Forum. Auf diese Art lenkt sie die internationale Aufmerksamkeit auf ihren Kampf für ein gerechteres Nepal.

 

Regie Susan Gluth 
Deutschland 2016 
87 Minuten
FSK ab 0
empf. ab 14 Jahren
Prädikat besonders Wertvoll
Dokumentarfilm

 

 

Mo. 16.11.2020 - Mi. 18.11.2020 um 18.00 Uhr


Als wir tanzten

Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts in Tiflis. Sein größter Traum ist es, professioneller Tänzer zu werden. Als Irakli neu in die Klasse kommt, sieht Merab in ihm zunächst einen ernstzunehmenden Rivalen auf den ersehnten Platz im festen Ensemble. Aus der Konkurrenz wird bald ein immer stärkeres Begehren. Doch im homophoben Umfeld der Schule, in der konservative Vorstellungen von Männlichkeit hochgehalten werden, wird von den beiden erwartet, dass sie ihre Liebe geheim halten.

 

Das mitreißende Liebes- und Tanzdrama des schwedischen Regisseurs Levan Akin wurde in Cannes als Entdeckung gefeiert und seitdem vielfach ausgezeichnet, unter anderem in vier Kategorien beim Schwedischen Filmpreis Guldbaggen. Der Queer-Feindlichkeit, die in Georgien erschreckend weit verbreitet ist, hält der Regisseur, dessen Familie selbst aus dem Land stammt, eine entschiedene Feier von nicht-heterosexueller Liebe entgegen. Hauptdarsteller Levan Gelbakhiani, einer der European Shooting Stars der Berlinale 2020, wurde für sein ergreifendes Spiel mit Preisen überhäuft und war für den Europäischen Filmpreis nominiert.

 

Regie Levan Akin
Schweden/Georgien 2019
113 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 12.11.2020 - Mi. 18.11.2020 um 20.30 Uhr


BINTI – Es gibt mich!

In BINTI– Es gibt mich! kreuzen sich zufällig die Wege zweier Teenager, die kurzerhand beschließen, ihre Eltern miteinander zu verkuppeln. Wie die beiden glauben, würde dies all ihre Probleme auf einen Schlag lösen.

 

Elias ist ein ruhiger Junge, der sich gerne in sein Baumhaus zurückzieht, wo er gegen das Aussterben der Okapis in Afrika kämpft. Voll Energie und für jede Herausforderung bereit ist hingegen Binti, die aus dem Kongo stammt, ihren eigenen Vlog hat und mit ihrem Vater illegal in Belgien lebt. Auf der Flucht vor einer Polizeirazzia landen die beiden im Haushalt von Elias und seiner Mutter. Während die Kinder die Rettung der Okapis zu ihrer gemeinsamen Mission machen, entspinnen sich zwischen ihren Eltern zarte Bande. Die Furcht vor Abschiebung überschattet jedoch die fröhliche Harmonie.

 

Leicht und für ein junges Publikum verständlich wird an das Problem der illegalen Einwanderung herangegangen – und manchmal werden Märchen wahr.

 

Regie Frederike Migom
Belgien/Niederlande 2019
90 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 9 Jahren

 

 

Do. 19.11.2020 - So. 22.11.2020 um 16.00 Uhr


DANCING BEETHOVEN

In Maurice Béjarts Ballettfassung des großen Werkes wird diese Utopie zu getanzter Wirklichkeit. Zusammen mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta brachte das Béjart Ballet Lausanne 2015 eines der atemberaubendsten Tanzstücke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. Neun Monate lang verfolgt der Film in rauschhaften Bildern die ebenso schweißtreibenden wie leidenschaftlichen Proben bis hin zur triumphalen Aufführung des Kunstwerkes. Wir sehen Tänzern, Choreografen, Musikern aus aller Welt vereint bei der Arbeit zu und lauschen ihren Ausführungen zu Beethovens Komposition, die den ewigen Kreislauf des Lebens und die Freude am Dasein feiert.

 

Regie Arantxa Aguirre
Schweiz/Spanien 2017
79 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 19.11.2020 um 18.00 Uhr

Sa. 21.11.2020 - Mi. 25.11.2020 um 18.00 Uhr

250 JAHRE BEETHOVEN


Kinshasa Symphony

Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, dritt?größte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas – L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste. Kinshasa Symphony ist ein Film über den Kongo, über die Menschen in Kinshasa und über die Kraft der Musik. Die Filmemacher Claus Wischmann und Martin Baer entführen in Kinshasa Symphony den Zuschauer in eine Welt, wie man sie noch nicht gehört hat.

 

Regie Martin Baer und Claus Wischmann
Deutschland 2010
98 Minuten
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 19.11.2020 - Sa. 21.11.2020 um 20.30 Uhr

250 JAHRE BEETHOVEN


Klang der Stille

Die Ära Ludwig van Beethoven neigt sich dem Ende zu. Das Genie ist taub und kränkelnd, vom gesellschaftlichen Leben isoliert. Seit nunmehr zehn Jahren hat er keine Symphonie mehr komponiert. Endlich, im Jahre 1824, arbeitet er in Wien an seiner neunten Symphonie. Kurz vor deren Premiere fehlt es jedoch an einer fertigen Partitur. Dafür benötigt er die Hilfe der 23-jährigen Musikstudentin Anna Holtz, die die Noten in letzter Minute zu Papier bringen soll. Beethoven aktzeptiert die junge Frau nur widerwillig und quält sie mit seinen Launen. Er nimmt sie zeitlich immer mehr in Beschlag. Zwischen der begabten, geduldigen und ehrgeizigen Anna und dem egomanischen, aufbrausenden Beethoven entwickelt sich eine intensive Beziehung, die beider Leben verändert. Als sie ihm hilft, die "Neunte Symphonie" zu dirigieren, und er sich für einen Moment dankbar zeigt, wagt sie es, ihm ihre eigenen Kompositionen zu zeigen und stößt dabei auf Hohn und Spott. Der Meister beweist sein zerstörerisches Potenzial und stellt die junge Frau vor eine schwere Entscheidung ...

 

Regie Agnieszka Holland
USA 2007
101 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

So. 22.11.2020 - Mi. 25.11.2020 um 20.30 Uhr

250 JAHRE BEETHOVEN


Zu weit weg

Da sein Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen soll, müssen Ben und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq, Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?

 

Regisseurin Sarah Winkenstette erzählt mit ZU WEIT WEG auf Augenhöhe seiner jungen Protagonisten und seines Publikums eine Geschichte über den Verlust der Heimat und die grenzüberschreitende Kraft von Freundschaft. Ein sommerlicher und humorvoller Abenteuerfilm für die ganze Familie.

 

Regie Sarah Winkenstette
Deutschland 2019
88 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 26.11.2020 - So. 29.11.2020 um 16.00 Uhr


Wir sind Juden aus Breslau

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

 

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 

 

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wroclaw, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

 

Am Donnerstag, den 26.11.2020 wir der Regisseur Dirk Suiszies zur Einleitung und zum anschl. Filmgespräch anwesend sein.

 

Regie Karin Kaper und Dirk Szuszies
Deutschland 2016
108 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 26.11.2020 - Fr. 27.11.2020 um 18.00 Uhr


Human Nature: Die CRISPR Revolution

Human Nature: Die CRISPR Revolution ist ein Film über einen der größten wissenschaftlichen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts – CRISPR. Extrahiert aus bakteriellen Immunsystemen ermöglicht die Genschere CRISPR-CAS9 in den Händen bahnbrechender Wissenschaftler heute eine nie dagewesene Kontrolle über die grundsätzlichsten Bausteine des Lebens. So öffnen sich Wege, um Krankheiten zu heilen, die gesamte Biosphäre umzugestalten und letztlich auch unsere eigenen Kinder zu designen. Die Setzung ethischer Grenzen hinkt diesem rasanten Fortschritt hinterher.

 

Human Nature vermittelt die Grundlagen der Genomforschung und ermöglicht so eine nachdenkliche Erkundung der weitreichenden Implikationen dieser revolutionären Technologie. In eingängigen Animationen zur Genetik und fesselnden Interviews mit renommierten Expert*innen betrachtet der Film die Standpunkte der Wissenschaftler*innen, die CRISPR entdeckten, der Familien, die von ihren Möglichkeiten betroffen sind, der Bioingenieur*innen, die mit ihr an die Grenzen des wissenschaftlich Möglichen gehen und auch der Firmen, die die Genschere ungeachtet der ungeklärten ethischen Fragen bereits gewinnbringend einsetzen.

 

Wie wird diese neue Macht aber die menschliche Beziehung zur Natur verändern? 

Was bedeutet sie für die menschliche Evolution? 

Wie weit darf Forschung gehen? 

Um dringend notwendige Antworten auf solch komplexe Fragen zu finden, nimmt Human Nature seine Zuschauer mit auf eine Reise von der entferntesten, menschlichen Vergangenheit bis hin zu ebenso spektakulären wie fragwürdigen Prognosen einer ungeklärten Zukunft. Denn ob es uns gefällt oder nicht: diese Zukunft ist bereits in vollem Gange.

 

Regie Adam Bolt
USA 2019
91 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Di. 01.12.2020 - Mi. 02.12.2020 um 18.00 Uhr


Resistance – Widerstand

RÉSISTANCE – WIDERSTAND ist eine Hommage an den Ausnahmekünstler Marcel Marceau (1923 – 2007), der mehr als 60 Jahre seines Lebens damit verbracht hat, andere Menschen zum Lachen zu bringen.

 

Marcel Marceau wünschst sich nichts mehr, als ein Leben für die Kunst. Tagsüber arbeitet er in der Fleischerei seines Vaters und am Abend tritt er auf kleinen Bühnen der Stadt auf, um sich seinen Traum zu verwirklichen. Außerdem hat er ein Auge auf die politisch engagierte Emma geworfen, deren Herz er gewinnen will. Doch Emma hat noch andere Sorgen und so lässt sich Marcel auf eine gefährliche Mission mit ihr ein, welches sein Leben für immer verändern wird. Über 100 jüdische Waisenkinder sollen vor den Nazis gerettet und außer Landes gebracht werden, weit Weg von den Fängen des kaltblütigen Obersturmführers Klaus Barbie. Dazu tritt Marcel gemeinsam mit Emma dem französischen Widerstand bei und nutzt seine Kunst als Waffe gegen den Krieg.

 

Regie Jonathan Jakubowicz
Frankreich/Deutschland/USA/Großbritannien 2020
122 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Di. 28.11.2020 - Mo. 30.11.2020 um 18.00 Uhr

Do. 26.11.2020 - Mi. 02.12.2020 um 20.30 Uhr