Bali Kino

Bali Kino Berlin

 

 

 

 


 Bali Kino
 Teltower Damm 33
 14169 Berlin
 Tel.: 030 / 811 46 78
 Fax: 030 / 812 99 538

 

Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken.

Programmänderungen vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.



08_Monatsprogramm_August_2020.pdf
Ansicht-Bestuhlungsplan-zur-Platzwahl.pdf


DIE UNSICHTBAREN – Wir wollen leben

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden.

 

Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

 

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.

 

Regie Claus Räfle
Deutschland 2017
110 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 06.08.2020 - Mi. 12.08.2020 um 18.00 Uhr


BERLIN ALEXANDERPLATZ

Francis hat die Flucht aus Westafrika überlebt. Als er an einem Strand im Süden Europas erwacht, ist er entschlossen, von nun an ein geregeltes, anständiges Leben zu führen. Doch das Berlin von heute, in dem er landet, geht mit dem Staatenlosen ohne Arbeitserlaubnis nicht weniger erbarmungslos um, als es Lohnarbeiter Franz Biberkopf in Döblins Klassiker der deutschen Literatur erlebt hat. Und so widersetzt sich Francis zunächst zwar dem Angebot, in der Hasenheide mit Drogen zu dealen, gerät aber in den Einflussbereich von Reinhold, seinem neurotischen, sexsüchtigen Kumpel und Quartiergeber. Als Francis die Clubbesitzerin Eva und – einige einschneidende Erlebnisse später – das Escort-Girl Mieze kennenlernt, scheint er erstmals etwas zu verspüren, das er bisher nicht kannte und das besonders Reinhold ihm nicht gönnt: ein wenig Glück. Wie seine literarische Vorlage handelt auch der zeitgenössische Berlin Alexanderplatz von Gesellschaft und Außenseitertum, Wunsch und Travestie. Fassbinders Version nicht unähnlich, ist Qurbanis Epos eine düstere Reise durch die „dunkle Nacht der Seele“ – und nicht zuletzt durch ein atmosphärisch authentisch eingefangenes Exil: Berlin.

 

Regie Burhan Qurbani
Deutschland/Niederlande 2020
183 Minuten
FSK ab 16 Jahren

 

 

Do. 30.07.2020 - Mi. 12.08.2020 um 20.30 Uhr


Emil und die Detektive

Nach Berlin! So eine weite Reise ist eigentlich kein Problem für Emil Tischbein, den Lausejungen, Mustersohn und Musterschüler. Aber dann geht halt doch etwas schief. Der böse Grundeis betäubt Emil im Zug mit präparierten Bonbons und stiehlt ihm die 140 Mark, die doch für die Großmutter bestimmt waren. Verdammt! Aber Emil nimmt schon am Berliner Bahnhof die Verfolgung auf und findet bald Verbündete – so ziemlich alle Lausbuben dieser Stadt. Vor einem Hotel, in dem Grundeis abgestiegen ist, beziehen sie Posten, während sich Emil, als Page verkleidet, in die Höhle des Löwen wagt. Nur: Wo hat Grundeis das Geld versteckt? Und wie läßt er es sich wieder abnehmen? Die Lage ist kompliziert, aber nicht hoffnungslos. Denn erstens hat Emil das Zeug zum Helden, zweitens warten seine Detektive vor der Tür und drittens steht ihnen Pony Hütchen bei.

 

Regie Gerhard Lamprecht

Deutschland 1931

74 Minuten

empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 13.08.2020 - So. 16.08.2020 um 16.00 Uhr


Oh Boy

Ein gescheiterter Student, der nun ohne die finanzielle Unterstützung seines Vaters auskommen muss, lässt sich einen Tag und eine Nacht durch Berlin treibe Der Film erzählt von den Orten und Begegnungen dieser „Reise“. Episodenhaft strukturierte melancholische Komödie, die mal mit perfekt getimten Sketchen, mal mit treffendem Dialogwitz unterhält. Von den Darstellern souverän getragen, gewinnt der schwarz-weiß fotografierte, mit effektvoller Jazz-Musik unterlegte Film eine traumhafte, fast stilisierte Stimmung. Ein treffend gezeichneter Berlin-Film voller hervorragend beobachteter Typen und Situationen.

 

Regie Jan Ole Gerster

Deutschland 2012

85 Minuten

FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 13.08.2020 - Mi. 19.08.2020 um 18.00 Uhr


Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe, ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig.

 

Regie Dani Levy
Deutschland 2020
92 Minuten
FSK ab 0
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 13.08.2020 - Mi. 19.08.2020 um 20.30 Uhr


Das fliegende Klassenzimmer

Zwischen dem Internat und der Realschule in Bamberg gibt es Streit – schon immer. Doch diesmal wird es richtig ernst: Die Folge sind eine Menge Ohrfeigen und eine wilde Schneeballschlacht der Gymnasiasten mit den Realschülern. Gut, dass Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh, genannt Justus (Joachim Fuchsberger) seinen Schülern zur Seite steht. So geht natürlich alles gut für die Internatsjungen aus. Und auch in dieser schwungvollen Zweitverfilmung des Kästner-Romans gibt es ein unverhofftes Wiedersehen mit einem alten Freund, eine gefährliche Mutprobe, eine Rettung in letzte Sekunde und eine gelungene Theateraufführung. Zum Schluss fliegt das Klassenzimmer wirklich davon, nämlich nach Nairobi.

 

Regie Werner Jacobs

Deutschland 1973

88 Minuten

empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 20.08.2020 - So. 23.08.2020 um 16.00 Uhr


Zwischen uns die Mauer

1986. Die siebzehnjährige Anna aus der westdeutschen Provinz fährt mit einer Jugendgruppe zum Begegnungstreffen nach Ostberlin. Dort lernt sie den rebellischen Pfarrerssohn Philipp kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick - doch die schwer verliebten Teenager aus Ost und West werden getrennt durch die scharf bewachte deutsch-deutsche Grenze. Nicht nur die Mauer steht der großen Liebe im Weg, Annas skeptische Eltern reagieren gleichfalls mit Verboten. Die heimlichen Besuche ihrer selbstbewussten Tochter bleiben auch der Stasi nicht lange verborgen. Die Ereignisse nehmen eine höchst dramatische Wendung. Und dann fällt die Mauer...

 

Regie Norbert Lechner
Deutschland 2019
110 Minuten
empf. ab 13 Jahren
FBW Prädikat wertvoll

 

 

Do. 20.08.2020 - Mi. 26.08.2020 um 18.00 Uhr


UNDINE

Undine lebt in Berlin. Ein kleines Appartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist.

 

Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph und verliebt sich in ihn. Es ist eine neue, glückliche, ganz andere Liebe, voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph ihre Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine ihn bei seinen Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass sie vor etwas davonläuft. Undine muss sich dem Fluch stellen. Diese Liebe will sie nicht verlieren.

 

UNDINE ist Christian Petzolds faszinierende Neuinterpretation des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann: Ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt, die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod.

 

Regie Christian Petzold
Deutschland 2020
89 Minuten
FSK ab 12 Jahren
FBW Prädikat besonders wertvoll

 

 

Do. 20.08.2020 - Mi. 02.09.2020 um 20.30 Uhr


Das doppelte Lottchen

Was macht man wenn man sich selbst begegnet? Luise und Lotte jedenfalls erschrecken sich ganz gehörig, als sie sich einander im Ferienhiem gegenüberstehen. Luise sieht aus wie Lotte, und Lotte sieht aus wie Luise. Nur hat die eine Zöpfe und die andere nicht. Was kann es nur bedeuten, wenn man nicht nur gleich aussieht, sondern auch zur selben Zeit am selben Ort geboren ist? Na klar: Zwillinge! Zwillinge, die die Eltern getrennt haben. Dagegen muss man doch was unternehmen! Also fährt am Ende der Ferien Lotte als Luise zum Vater nach Wien, und Luise fährt als Lotte zur Mutter nach München. Bloß: wie schaffen es zwei kleine Mädchen nur, dass die Eltern wieder zueinanderfinden? Wo die Mutter doch eigentlich gar nicht so gut auf ihren Ex-Mann zu sprechen ist, und dieser viel lieber anderen Frauen schöne Augen macht?

 

Regie Josef von Báky
Deutschland 1950
105 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 7 Jahren

 

 

Do. 27.08.2020 - So. 30.08.2020 um 16.00 Uhr


Comedian Harmonists

Ende der 1920er Jahre gründen sechs Musiker in einem Berliner Hinterhof ein A-cappella Ensemble, das schnell die Bühnen des Landes erobert. Doch der große Erfolg macht die sechs jungen Männer, darunter drei Juden, blind für die politischen Veränderungen im Land. Nach Hitlers Machtübernahme und dem 1934 ausgesprochenen Auftrittsverbots für Juden steht die Erfolgstruppe vor dem Aus.

 

Regie Joseph Vilsmaier
Österreich/
Deutschland 1997
127 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 12 Jahren

 

 

Do. 27.08.2020 - Mi. 02.09.2020 um 18.00 Uhr


Die Falken – Alle für einen

Alljährlich findet auf einer Insel außerhalb Islands ein großes Fußballturnier für Kinder statt. Diese Mal geht der zehnjährige Jón mit seiner Mannschaft, den Falken, in den Wettbewerb. Doch der Start ist schwierig. Die Gegner foulen, der Schiedsrichter ist parteiisch und die Falken verlieren. Als Jón und sein Team jedoch herausfinden, warum ihre größten Konkurrenten vom ÍBV und insbesondere der Junge Ívar so brutal agieren, beschließen sie kurzerhand, ihren Feinden zu helfen …

 

DIE FALKEN ist ein Sportfilm mit rasant inszenierten Fußballszenen, der zugleich zwar knapp, aber dennoch vielschichtig ein brisantes Thema behandelt und Anregungen bietet, sich mit Ursachen, Folgen und Hilfsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt zu beschäftigen. Darüber hinaus erzählt der isländische Film über eine ungeahnte Freundschaft – und dass man nicht nur gewinnt, wenn man bei einer Meisterschaft den ersten Platz belegt.

 

Regie Bragi Thór Hinriksson
Island 2018
97 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 9 Jahren

 

 

Do. 03.09.2020 - So. 06.09.2020 um 16.00 Uhr


Die perfekte Kandidatin

Maryam ist eine Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien. Trotz ihrer exzellenten Fähigkeiten muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam vor allem der Zustand der Straße vor der Klinik. Weil die Stadt die Zufahrt nicht asphaltiert, bleiben die Patienten regelmäßig im Schlamm stecken. Maryam will Veränderung und bewirbt sich um eine bessere Stelle in Dubai. Doch wegen einer Formalität und weil sie keine männliche Begleitung hat, lässt man sie nicht reisen. Maryam sucht Hilfe bei einem entfernten Cousin. Doch der Zufall will es, dass der als Beamter nur Kandidaten für die anberaumte Wahl des Stadtrats empfängt. Vor allem aus Trotz erklärt sich Maryam kurzerhand zur Kandidatin. Erst später wird ihr klar, welche Chance zwischen der bürokratischen Willkür lauert: als Stadträtin könnte sie die Asphaltierung der Klinik-Zufahrt selbst in die Hand nehmen. Maryam und ihre beiden Schwestern treten eine Kampagne los, die nicht zu übersehen ist. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen; trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Die junge Ärztin, die vom lang erkämpften Recht auf ein eigenes Auto wie selbstverständlich Gebrauch macht, besteht nun auch auf die Straße, auf der sie fahren kann.

 

Die Regisseurin Haifaa al Mansour erzählt in DIE PERFEKTE KANDIDATIN mit viel Weitsicht und Feingefühl, wie eine minimale gesellschaftliche Öffnung der Klaviatur bürokratischer Willkür völlig neue Töne entlockt. Ihre Signatur ist ein weiblicher Blick, der seine Perspektive immer mitzudenken versteht, eine Film gewordene Verneigung vor der Unbezähmbarkeit weiblicher Souveränität. So entsteht das so beflügelnde wie scharfsichtig nachgezeichnete Porträt einer Emanzipation, das zeigt, wie zutiefst überwältigend Kino sein kann.

 

Regie Haifaa Al Mansour
Saudi-Arabien/Deutschland  2019
101 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 03.09.2020 - Mi. 09.09.2020 um 18.00 Uhr


Die Kordilliere der Träume

Nachdem Patricio Guzmán für „Nostalgia de la luz“ in die Atacamawüste im Norden Chiles gereist war und für „El botón de nácar“ nach Patagonien in den tiefsten Süden, befasst er sich im letzten Teil der Trilogie zur Heimat mit der zentralen Andenkette und dem Gedächtnis der bewegten Bilder. Persönlich sind alle seine Filme, aber in mancherlei Hinsicht ist dieser der intimste, der den Künstler bis zurück in die Ruinen des Hauses seiner Kindheit führt.

 

Regie Patricio Guzmán
Frankreich/Chile  2020
85 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 14 Jahren
Dokumentation

 

 

Do. 03.09.2020 - Mi. 09.09.2020 um 20.30 Uhr


Der Junge und die Wildgänse

Thomas würde seine Ferien am liebsten mit Videospielen in seinem Zimmer verbringen. Als seine Mutter ihm eröffnet, dass er diesen Sommer zu seinem Vater Christian in die Provence fahren soll, ist er entsetzt! Ein paar Wochen mit seinem Vater in der Natur verbringen zu müssen, ist für ihn ein Albtraum. Doch Thomas steht kein gewöhnlicher Sommer bevor. Sein Vater erforscht eine bedrohte Art von Wildgänsen und hat einen verrückten Plan: Thomas soll ihm dabei helfen, einem Schwarm verwaister Junggänse die sicherste Flugroute von Norwegen nach Frankreich zu zeigen. Trotz anfänglicher Skepsis freundet sich Thomas mit den Tieren an und erlebt schon bald das größte Abenteuer seines Lebens.

 

In atemberaubenden Bildern erzählt Regisseur Nicolas Vanier in DER JUNGE UND DIE WILDGÄNSE eine berührende Geschichte über die Liebe zur Natur, familiären Zusammenhalt und den Mut das Richtige zu tun. Der herzerwärmende Familienfilm über einen Jungen, der unverhofft eine ganz besondere Beziehung zu einer bedrohten Tierart entwickelt, beruht auf wahren Begebenheiten und ist heute, in Zeiten von Klimawandel und Artensterben, relevanter denn je.

 

Regie Nicolas Vanier
Frankreich/Norwegen 2020
113 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 10.09.2020 - So. 13.09.2020 um 16.00 Uhr


For Sama

Die Filmemacher Waad al-Kateab und Edward Watts haben einen beeindruckenden Film gedreht. FÜR SAMA (FOR SAMA) ist ein Vermächtnis an al-Kateabs im Krieg geborene Tochter. Über Jahre hat die junge Frau mit ihrem Handy und ihrer Kamera zunächst die Protestbewegungen und dann den furchtbaren Krieg in Syrien dokumentiert. Sie hat das Leid der Menschen und der Personen in ihrer unmittelbaren Nähe aufgezeichnet und findet selbst inmitten der Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. Gerade durch diesen Blick von Innen heraus ist der Film so besonders, so wahr, so entsetzlich und unfassbar. Und doch ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen, für den Zusammenhalt in Krisenzeiten und für Toleranz.

 

Der Film ist ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad al-Kateab an ihre Tochter Sama. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erzählt sie von ihrem Leben im aufständischen Aleppo, wo sie sich verliebt, heiratet und ihr Kind zur Welt bringt, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg immer größere Zerstörung anrichtet. Ihre Kamera zeigt auf berührende und unmittelbare Weise Verlust, Überleben und Lebensfreude inmitten des Leids. Waad muss sich entscheiden, ob sie fliehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen oder bleiben und den Kampf für die Freiheit weiterführen soll, für den sie schon so viel geopfert hat.

 

Regie Waad al-Kateab, Edward Watts
Großbritannien/Syrien 2020
95 Minuten
FSK ab 16 Jahren
Dokumentation
OmU

 

 

Do. 10.09.2020 - So. 13.09.2020 um 18.00 Uhr
Di. 15.09.2020 - Mi. 16.09.2020 um 18.00 Uhr


Eine Geschichte von drei Schwestern

Die drei Schwestern Reyhan (20), Nurhan (16) und Havva (13) leben mit ihrem Vater in einem abgelegenen Dorf in Zentralanatolien. Alle drei wurden als Dienstmagd in die Stadt geschickt, doch inzwischen leben alle drei wieder zu Hause. Als letzte von ihnen kehrte Nurhan zurück: Sie hatte den Sohn des Arztes der Region geschlagen, weil dieser jede Nacht sein Bett nässte. Reyhan war bei ihrer Rückkehr schwanger und wurde vom Vater eilig mit dem Schafhirten Veysel verheiratet. Der Traum von einer besseren Zukunft scheint sich für die drei jungen Frauen nicht zu erfüllen, doch die Bande, die sie verbinden, sind stark. Während sie darauf warten, dass die verschneiten Straßen wieder passierbar werden, vertreiben sich Vater und Töchter die Zeit mit Geschichten.

 

In eindringlichen Bildern erzählt Emin Alper, der selbst in den anatolischen Bergen aufgewachsen ist, ein Märchen. Er thematisiert eine Gesellschaft, in der weder Frauen noch Männer eine Chance haben, den vorbestimmten Kreislauf zu durchbrechen, und lässt dennoch Raum für Hoffnung.

 

Regie Emin Alper
Türkei/Deutschland/Niederlande/Griechenland 2020
108 Minuten
empf. ab 16 Jahren

 

 

Do. 10.09.2020 - Mi. 16.09.2020 um 20.30 Uhr
Momo

Das Waisenmädchen Momo lebt allein mit seiner Schildkröte Kassiopeia in einem riesigen Amphitheater und hat viele Freunde. Doch eines Tages hat niemand mehr Zeit. Alle sind von der Idee besessen, ungenutzte Zeit für ein längeres Leben zu sparen. Mysteriöse graue Herren mit Aktenkoffern wollen den Menschen mit verklausulierten Verträgen die Zeit stehlen und diese für ihre eigenen Zwecke benutzen. Mit Hilfe ihrer Schildkröte und einer Stundenblume stellt Momo sich den Zeitdieben entgegen.

 

Regie Johannes Schaaf
Deutschland/Italien 1986
104 Minuten
FSK ab 6 Jahren
empf. ab 9 Jahren

 

 

Do. 17.09.2020 - Sa. 19.09.2020 um 16.00 Uhr
Die brillante Mademoiselle Neila [Le Brio]

Als der renommierte Pariser Jura-Professor Pierre Mazard seine algerischstämmige Studentin Neïla in deren erster Vorlesung verbal auseinander nimmt, filmen einige Studenten den Vorfall und stellen ihre Aufnahmen ins Internet. Da Mazard in seiner Standpauke nicht mit rassistischen Klischees gegeizt hat, ist der Skandal perfekt. Um einem Disziplinarverfahren zu entgehen, verdonnert ihn die Uni-Leitung, eine seiner Studentinnen bis ins Finale eines Rhetorik-Wettbewerbs zu coachen: Ausgerechnet Neïla! Die ist ebenfalls alles andere als begeistert, lässt sich jedoch von Professor Mazard zu einer Zusammenarbeit überreden. Die gestaltet sich jedoch alles andere als einfach, denn Neïla ist mindestens so stur und voreingenommen wie ihr Professor. Und als sie erahnt, weshalb der sich ihrer angenommen hat, droht der Plan des Professors auf ganzer Linie zu scheitern…

 

Frankreichs Schauspielstar Yvan Attal inszeniert DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEÏLA als urkomisches, mitreißendes Duell zweier ungleicher Dickköpfe, das mit Charme, Wortwitz und ganz viel Herz begeistert…

 

Regie Yvan Attal
Frankreich
2017
97 Minuten
FSK ab 0 Jahren
empf. ab 14 Jahren

 

 

Do. 17.09.2020 - Mi. 23.09.2020 um 18.00 Uhr
MARIE CURIE - ELEMENTE DES LEBENS

Sie veränderte die Welt: Marie Curie, visionäre Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin, entdeckte die Radioaktivität und ebnete den Weg zur Moderne. Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: In der akademischen Männerwelt der Universität Sorbonne hat Marie Sklodowska als Frau und auf Grund ihrer kompromisslosen Persönlichkeit einen schweren Stand. Allein der Wissenschaftler Pierre Curie ist fasziniert von ihrer Leiderschaft und Intelligenz und erkennt ihr Potential. Er wird nicht nur Maries Forschungspartner sondern auch ihr Ehemann und die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik. Sein plötzlicher Tod erschüttert sie zutiefst, aber Marie gibt nicht auf. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben und für ihre Forschung, deren ungeheure Auswirkungen sie nur erahnen kann und die das 20. Jahrhundert entscheidend prägen werden.

 

In ihrer ausgeprägten Handschrift inszeniert die Oscar-nominierte Regisseurin Marjane Satrapi MARIE CURIE - ELEMENTE DES LEBENS als historisches Drama, das mit dem Fokus auf die Nachwirkungen von Curies Entdeckungen aktueller gar nicht sein könnte. Eine faszinierende Reise durch die Lebens- und Wirkungsgeschichte von Marie Curie – die als eine von zwei Personen überhaupt je einen Nobelpreis in zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt und in einer Männerdomäne dennoch zeitlebens um Anerkennung ringen musste. Als außergewöhnliches Forscher- und Ehepaar beeindrucken Rosamund Pike und Sam Riley.

 

Regie Marjane Satrapi
Großbritannien 2020
103 Minuten
FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 17.09.2020 - Mi. 23.09.2020 um 20.30 Uhr
Bibi Blocksberg

In Neustadt herrscht Jubelstimmung: Bibi Blocksberg hat durch eine spontane kleine Hexerei, mit der sie einen kräftigen Regenschauer auslöste, zwei Kinder vor dem sicheren Flammentod bewahrt. Während Mutter Barbara, selbst Hexe aus Fleisch und Blut, mächtig stolz auf ihre Tochter ist, hält der beruflich gestresste Papa Bernhard nur sehr wenig von Bibis übersinnlichen Eskapaden. Da erhält Bibi von Oberhexe Walpurgia die Nachricht, dass ihr aufgrund besonderer Verdienste bereits vorzeitig die "Kristallkugel", die sie erst zur richtigen Hexe macht, verliehen wird.

 

Regie Hermine Huntgeburth

Deutschland 2002

95 Minuten

empf. ab 8 Jahren

 

 

Do. 24.09.2020 - So. 27.09.2020 um 16.00 Uhr
Harriet - Der Weg in die Freiheit

HARRIET erzählt die kraftvolle, wahre Geschichte der Sklavin Harriet Tubman, die im 19. Jahrhundert nicht nur selbst der Sklaverei entfloh, sondern weiteren Hunderten Sklaven zur Freiheit verhalf.

 

Ihr einzigartiger Mut, ihre starke Willenskraft und der besondere Einfallsreichtum bei den Befreiungsaktionen machten sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten im Kampf um Gleichberechtigung. Regisseurin Kasi Lemmons (Eve’s Bayou) inszeniert erstmals die wahre Geschichte um die legendäre Freiheitskämpferin, deren selbstloser Einsatz bis heute nichts an Faszination verloren hat.

 

Regie Kasi Lemmons

USA 2002

125 Minuten

FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 24.09.2020 - Mi. 30.09.2020 um 18.00 Uhr
Schwarze Milch

In der mongolischen Wüste Gobi verbringen zwei Schwestern die ersten Jahre ihrer Kindheit gemeinsam, dann werden sie getrennt. Die Eine wächst in Deutschland auf, während die Andere in der Mongolei bleibt und dort das traditionelle Leben der Nomaden lebt. Doch auch noch Jahre später sehnen sich die beiden Schwestern nacheinander. Es kommt zu einem emotionalen Wiedersehen in der Wüste. Zwei Welten treffen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zwei Menschen, die einander brauchen, aber nicht wissen, wie sie miteinander umgehen sollen. Wird die frühere Vertrautheit die Kluft überwinden können? Es ist eine Suche nach Anerkennung und Liebe, manifestiert als Kampf der Kulturen...

 

Regie Uisenma Borchu
Deutschland/Mongolei 2020

92 Minuten

FSK ab 12 Jahren

 

 

Do. 24.09.2020 - Mi. 30.09.2020 um 20.30 Uhr