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Bali Kino

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14169 Berlin

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Unser Monatsprogramm und Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken​

Kinoprogramm

Amy und die Wildgänse

Amy ist erst 13 Jahre alt als ihre Mutter in einem Autounfall ums Leben kommt. Für das kleine Mädchen bricht daraufhin eine Welt zusammen. Sie zieht nach Kanada zu ihrem Vater, einem exzentrischen Erfinder, den sie kaum kennt. Ihr neues Leben gefällt Amy ganz und gar nicht und sie verfällt in eine depressive und Grund auf traurige Phase. Bis sie eines Tages ein Nest mit Gänse-Eiern findet. Die Vogel-Mama ist anscheinend fort und somit nimmt sich das junge Mädchen den schutzlosen Eiern an. Als sie es wirklich geschafft hat, dass aus den Eiern kleine Gänse-Küken schlüpfen, stellt sich Amy und ihrem Vater die Frage, wie die ahnungslosen Vögel in Richtung Süden reisen können. Daraufhin fassen Amy und ihr Vater den waghalsigen Plan, dass das junge Mädchen ihre „Gänse-Kinder“ mit Hilfe eines Ultraleicht-Flugzeuges selbst nach Süden führen soll…

Regie Carroll Ballard
USA 1996
88 Minuten
FSK 0


Do. 06.06.2024 – So. 09.06.2024 um 16.00 Uhr.


Leaning into the wind

Nach seinem Kinoerfolg Rivers and Tides – Andy Goldsworthy working with time hat Thomas Riedelsheimer den in Schottland lebenden und arbeitenden Ausnahmekünstler, erneut über mehrer Jahre filmisch begleitet.

»LEANING INTO THE WIND inspiriert dazu, die Schönheit in einem einfachen Windstoß zu entdecken und zu staunen, wie Natur sich selbst und uns permanent neu ordnet: Eine faszinierende Erinnerung daran, daß es Kunst gibt, die nicht dazu gemacht wurde, in Besitz genommen zu werden.« – SCREEN DAILY

Regie Carroll Ballard
USA 1996
88 Minuten
FSK 0


Do. 06.06.2024 um 18.00 Uhr.
Sa. 08.06.2024 um 18.00 Uhr.
So. 09.06.2024 um 18.00 Uhr.
Di. 11.06.2024 um 18.00 Uhr.
Mi. 12.06.2024 um 18.00 Uhr.
Alle Vorstellungen im Original auf Englisch mit deutschen Untertiteln.


Der Schneeleopard

Im Herzen des tibetischen Hochlands begibt sich Natur- und Wildlife-Fotograf Vincent Munier zusammen mit dem Schriftsteller Sylvain Tesson auf die Suche nach dem Schneeleoparden. Nur noch wenige Exemplare der gefährdeten und scheuen Art sind in freier Wildbahn anzutreffen. Tagelang durchstreifen die beiden Männer das Gebirge, lesen Spuren, werden mit der Landschaft eins. Geduldig harren sie aus, beobachten und fotografieren. Ihre langsame Jagd nach dem Schneeleoparden entwickelt sich dabei zu einer inneren Reise, einem stillen Dialog über den Platz des Menschen in einer verschwindenden Welt. Herausgekommen ist ein Film von überwältigender Schönheit.

Regie Marie Amiguet, Vincent Munier
Frankrreich 2021
89 Minuten
FSK o.A.


Do. 06.06.2024 – Mi. 12.06.2024 um 20.30 Uhr.
Alle Vorstellungen im Original auf Französisch mit deutschen Untertiteln.


Das Messer im Wasser

Der erfolgreiche Sportjournalist Andrzej begibt sich mit seiner Frau Krystyna auf einen Kurzurlaub. Ihr Ziel ist das Segelboot, welches an einem See der Masurischen Seenplatte vor Anker liegt und wo sie das Wochenende miteinander verbringen möchten. Unterwegs gabeln sie einen Anhalter auf, den sie einladen, die Zeit mit ihnen zusammen zu verbringen. Bereits im Laufe des Tages entstehen immer wieder verbale Machtkämpfe zwischen den beiden Männern, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Der bodenständige Andrzej und der rebellische junge Fremde buhlen gleichzeitig um die Gunst von Krystyna, wobei immer wieder das Messer des Jungen eine zentrale Rolle spielt. Als sich die Lage auf dem Boot immer weiter zuspitzt, eskaliert die Situation.

Regie Roman Polanski
Polen 1962
94 Minuten
FSK 16


Mo. 10.06.2024 um 18.00 Uhr.
Im Original auf Polnisch mit deutschen Untertiteln.


Das doppelte Lottchen

Lotte Körner und Luise Palfy staunen nicht schlecht, als sie sich eines Tages in einem Ferienheim gegenüberstehen. Sie kennen sich zwar nicht, sehen einander aber zum Verwechseln ähnlich. Klar! Sie müssen Zwillinge sein! Aber warum hat man sie getrennt? Der Sache müssen die beiden auf den Grund gehen.

Regie Josef von Báky
Deutschland 1950
105 Minuten
FSK 0



Do. 13.06.2024 – So. 16.06.2024 um 16.00 Uhr.


Résistance

Ein Leben für die Kunst ist alles, was sich Marcel Marceau wünscht. Als begabter Pantomime, der tagsüber in der Fleischerei seines Vaters arbeitet, versucht er seinem Traum auf den Kleinbühnen der Stadt ein Stück näher zu kommen und das Herz der politisch engagierten Emma zu gewinnen. Ihr zuliebe lässt sich Marcel auf eine gefährliche Mission ein, die sein Leben verändern wird: 123 jüdische Waisenkinder müssen vor den deutschen Nazis und dem kaltblütigen Obersturmführer Klaus Barbie gerettet und außer Landes gebracht werden. Gemeinsam mit Emma tritt Marcel dem französischen Widerstand bei, um sich dem Schrecken des Krieges entgegenzustellen. Seine Kunst wird dabei zur größten Waffe gegen das menschliche Grauen…

Regie Jonathan Jakubowicz
Frankreich, Deutschland, USA, Großbritannien2020
122  Minuten
FSK 12


Do. 13.06.2024 – Mi. 19.06.2024 um 18.00 Uhr.
Alle Vorstellungen im Original auf Englisch mit deutschen Untertiteln.


Stop making sense

Legendär und von vielen Kritikern als bester Konzertfilm aller Zeiten bezeichnet, kommt STOP MAKING SENSE zum 40. Jahrestag wieder auf die große Leinwand. Im Jahr 1984 von Jonathan Demme gedreht, verfolgt der Film die intensiven Live-Auftritte von drei Abenden im Pantages Theater in Hollywood. Zu sehen und zu hören sind die denkwürdigsten Songs der Talking Heads. In den Hauptrollen spielen die Bandmitglieder David Byrne, Tina Weymouth, Chris Frantz und Jerry Harrison sowie Bernie Worrell, Alex Weir, Steve Scales, Lynn Mabry und Edna Holt. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums wurde der Film in 4K neu restauriert. Burning down the house (again)!

Regie Jonathan Demme
USA 1984
88  Minuten
FSK 0 


Do. 13.06.2024 – Mi. 19.06.2024 um 20.30 Uhr.
Alle Vorstellungen im Original auf Englisch mit deutschen Untertiteln


Tagebuch einer Biene

In TAGEBUCH EINER BIENE folgen wir der abenteuerlichen Reise einer einzigen Biene von ihrer Geburt (bzw. dem Schlupf) bis hin zur Gründung eines neuen Bienenvolks. Drei Jahre Dreharbeiten mit der neuesten Makrokameratechnik und eine spezielle Nachbearbeitung ermöglichen eine einmalige Bildsprache, die ganz neue Einblicke in die Welt der Bienen erlaubt – ohne dabei unwissenschaftlich zu werden. Erzählt wird diese Geschichte von Anna Thalbach als „Winterbiene“ und ihrer Tochter Nellie Thalbach, die den Part der „Sommerbiene“ übernimmt. Willkommen im großen Drama der kleinen Blütenstaubsammler!

Regie Dennis Wells
Deutschland/Kanada 2021
92  Minuten
FSK 0


Do. 20.06.2024 – Mi. 23.06.2024 um 16.00 Uhr.


Opus – Ryuichi Sakamoto (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Am 28. März 2023 verstarb der legendäre Komponist Ryuichi Sakamoto nach einem Kampf gegen den Krebs. Der renommierte Musiker, Komponist, Produzent, Pianist und Aktivist Sakamoto begann seine Karriere bei den Pionieren der elektronischen Musik Yellow Magic Orchestra/YMO und entwickelte später eine Solokarriere, in der er zu einem der Pioniere der Elektro- und Synthesizermusik wurde. Sein enormer Erfolg hielt ihn nicht davon ab, sich als Mitglied einer Anti-Atomkraft-Organisation zu engagieren. In den Jahren vor seinem Tod war Sakamoto nicht mehr in der Lage, live aufzutreten, da sich Solokonzerte und ausgedehnte Welttourneen als zu anstrengend erwiesen. Trotzdem nahm Sakamoto Ende 2022 all seine Energie zusammen, um die Welt mit einem legendären letzten Auftritt zu verlassen. „Ryuichi Sakamoto | Opus“ ist ein musikalischer Dokumentarfilm, der dieses Konzert, bei dem nur er und sein Klavier zu hören waren, in den Blick nimmt.

Regie Neo Sora
Japan 2023
103 Minuten
FSK k. A.


Do. 20.06.2024 & Fr. 21.06.2024 um 18.00 Uhr.


Anselm Kiefer – Over your cities grass will grow (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Ein bildmächtiger Dokumentarfilm der britischen Filmemacherin Sophie Fiennes über das Werk Anselm Kiefers. Hautnah taucht Fiennes ein in den alchemistischen Schaffensprozess eines der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler. Die ureigene, fast magische Ästhetik ihrer Filmbilder zieht den Zuschauer unaufhaltsam in den Bann.

Kiefer schuf seit 1993 auf dem über 35ha großen Gelände „La Ribaute“ seinen ganz eigenen mystischen Kosmos aus Natur und Kunst. Aus der hügeligen Landschaft, alten Industriegebäuden, Studioräumen, einem eigens gegrabenen Labyrinth aus unterirdischen Tunneln und einer Serie von Betontürmen erwächst eine fremd anmutende Siedlung. Architektur, Malerei, Installationen und Landschaft verschränken sich zu dem Gesamtkunstwerk Over Your Cities Grass Will Grow.

In ihrem Film fängt Sophie Fiennes die kraftvolle Stimmung dieser Kunstlandschaft wie auch das Wesen der künstlerischen Arbeit Anselm Kiefers ein. Over Your Cities Grass Will Grow ermöglicht einen außergewöhnlichen Zugang zu Kiefers letzten Tagen in Südfrankreich vor seinem Umzug nach Paris, wo er heute lebt und arbeitet.

Regie Sophie Fiennes
Frankreich, 2010
105 Minuten
FSK  0


Do. 20.06.2024 & Fr. 21.06.2024 um 20.30 Uhr.


Sagrada – Das Geheimnis der Schöpfung (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Die Sagrada Familia in Barcelona ist eines der größten und ehrgeizigsten Bauprojekte der Architekturgeschichte. Dahinter steht die Vision des genialen Künstlers Antoni Gaudí. Seit 1882 wird die Kathedrale von zahlreichen Mitwirkenden nach seinem Entwurf errichtet. Das Bauwerk blickt auf eine bewegte Schaffenshistorie zurück und zeugt von vergangen Zeiten. Der Film verfolgt den Prozess, ausgehend von Gaudi bis zu seinen heutigen Nachfolgern: So z.B. der japanische, streng katholische Bildhauer Etsuro Sotoo, der schon über 30 Jahre am Bau beteiligt ist oder der Chefarchitekt Jordi Bonet, der mit aller Kraft an der Fertigstellung der Sagrada Família arbeitet.

Was treibt den Menschen an, etwas derart Einzigartiges und Großes zu schaffen – und das bereits seit 120 Jahren? Die Künstlerperson Gaudi, aber auch die Menschen, die heute an der Kathedrale bauen, sind der Beweis für einen im Menschen verankerten Schaffenswillen, der Jahrhunderte überwinden kann. Unterschiedlichste Mitwirkende geben ihre Motivation preis und zeigen, wie jeder auf seine eigene Art persönlich mit dem Monument verbunden ist. Dadurch steht die Sagrada Familia nicht nur für großartige Architektur, sondern für menschlichen Schöpfergeist durch und durch.

Regie Sophie Fiennes
Frankreich, 2010
105 Minuten
FSK  0


Sa. 22.06.2024 & So. 23.06.2024 um 18.00 Uhr.


Aquarela (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Hier spielt Wasser die Hauptrolle. Es wird in seiner vollen Schönheit und Brutalität gezeigt. Spektakuläre Bilder zeigen das kostbare Element in all seinen Erscheinungsformen. Bei einer atemberaubenden Entdeckungsreise um die Welt werden Gletscher beobachtet, die sich bewegen, als lebten sie sowie die faszinierenden Angel Falls in Venezuela und die fragilen Eisflächen des russischen Baikalsees besucht.

Regie Victor Kossakovsky
UK, Deutschland, Dänemark, USA 2019
90 Minuten
FSK 6


Sa. 22.06.2024 & So. 23.06.2024 um 20.30 Uhr.


Lagunaria (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Eine Stimme aus einer fernen Zukunft erzählt von einer verschwundenen Stadt, die einst zu den berühmtesten der Welt gehörte: Venedig. Inmitten von Legenden, Ritualen und Hörensagen beschreibt der Erzähler ihr tägliches Leben, das auf Booten stattfindet, und ihre tiefe Beziehung zur Lagune, die sie umgibt. Hat diese Stadt jemals existiert? War sie jemals bewohnt, oder war sie ein Touristenpark? Hat sie die Überschwemmungen und Plagen überlebt? Ist es ihren Bewohnern gelungen, eine neue Form des Zusammenlebens zu finden?

Der außergewöhnliche Dokumentarfilm LAGUNARIA des Venezianers Giovanni Pellegrini betrachtet seine Stadt aus einer vollkommen neuen Perspektive. Er begibt sich auf eine Entdeckungsreise und erzählt die Geschichte einer einzigartigen und zerbrechlichen Stadt, die auf eine bestimmte Weise von jeder Stadt der Welt spricht.

Regie Giovanni Pellegrini
Italien 2022
85 Minuten
FSK 0


Mo. 24.06.2024 – Mi. 26.06.2024 um 18.00 Uhr.
Alle Vorstellungen im Original auf Italienisch mit deutschen Untertiteln.


Aware – Reise in das Bewusstsein (Themenwoche: Vom Umgang mit der Zeit)

Was ist Bewusstsein? Woher kommt es? Haben es alle Lebewesen? Kann man einen mystischen Zustand reinen Bewusstseins erreichen? Was geschieht, wenn wir sterben? In den letzten Jahren hat es eine Explosion im Bereich der Bewusstseinsforschung gegeben. Brillante Wissenschaftler*innen ganz unterschiedlicher Fachgebiete wenden sich wieder den „großen Fragen“ zu, die über lange Zeit Philosophie und Religion vorbehalten schienen.  

AWARE – REISE IN DAS BEWUSSTSEIN folgt sechs brillanten Forscher*innen, die sich aus radikal unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Bewusstsein beschäftigen: Christof Koch, Direktor des Allen Instituts für Hirnforschung in Seattle; Matthieu Ricard, der nach seiner Promotion in Zellgenetik als buddhistischer Mönch in ein Kloster in Nepal ging; der Psychedelika-Forscher Roland Griffiths von der Johns-Hopkins Universität in Baltimore; der Philosophieprofessor Richard Boothby, Teilnehmer einer der Psilocybin-Studien von Griffiths‘ Institut; die Biologin Monica Gagliano, die als eine der ersten die kognitiven Fähigkeiten von Pflanzen erforscht; die Maya-Heilerin Josefa Kirvin Kulix, die die Natur mit ihren Netzwerken als größte Lehrmeisterin sieht.

AWARE wagt sich als Wissenschaftsfilm immer tiefer hinein in das scheinbar Unerklärliche. Wo liegen die Ursprünge des Bewusstseins? Warum sind wir für mystische Erfahrung empfänglich? Welche evolutionäre Funktion ist möglicherweise damit verbunden? Der Film lädt uns ein, gemeinsam mit den Forscher*innen immer tiefer in diesen Ozean des Bewusstseins einzutauchen, zu staunen, lange gehegte Überzeugungen in Frage zu stellen und einen neuen Blick auf die Welt und uns selbst zu entwickeln. Die Netzwerke des Bewusstseins spiegeln sich in großen, betörenden Kinobildern, in denen die Verwobenheit und Verbundenheit in der Natur aufscheint, vom kleinsten Organismus über Flora und Fauna bis hin zur Unermesslichkeit des Kosmos. Unaufhaltsam wird AWARE zu unserer eigenen Forschungsreise: Bewusst zu werden, dass wir bewusst sind.

Regie Frauke Sandig, Eric Black
USA, Deutschland 2020
102 Minuten
FSK 6


Mo. 24.06.2024 – Mi. 26.06.2024 um 20.30 Uhr.


Belle & Sebastien

Der kleine Sebastian lebt bei Angelina und Guillaume in den französischen Alpen, da seine Mutter verschollen ist. So zumindest hat es ihm César erzählt, mit dem der Junge sehr viel Zeit verbringt. Es ist Sommer und der Zweite Weltkrieg befindet sich auf dem Höhepunkt. Davon bleibt auch die beschauliche Region nahe der schweizerischen Grenze nicht verschont. Es kommen etliche Flüchtlinge in das Dorf, die versuchen auf diesem Wege in die vermeintlich sichere neutrale Schweiz durchzukommen. Parallel dazu gibt es Gerüchte, eine riesige Bestie würde Schafe reißen und die Bevölkerung so ihrer Lebensgrundlage berauben. Bei einem seiner Streifzüge durch die Berge trifft Sebastian auf eine sehr große Hündin. Er gibt ihr den Namen „Belle“ und baut langsam Vertrauen zu dem Tier auf. Da er ahnt, dass die anderen Bewohner Belle für die Bestie halten würden, versteckt er sie vor ihnen und baut ihr eine Hütte an einem entlegenen Ort.

Regie Nicolas Vanier
Frankreich 2013
103 Minuten
FSK 0, empf. ab 9 Jahren
Prädikat besonders wertvoll


Do. 27.06.2024 – So. 30.06.2024 um 16.00 Uhr.


Das Licht, aus dem die Träume sind

Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

In warmen, nostalgischen Bildern lässt DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann.

Regie Pan Nalin
Frankreich/Indien 2022
112 Minuten
FSK 12


Donnerstag, 27.06.2024 um 18.00 Uhr.
Im Original auf Hindi mit deutschen Untertiteln.


Sommergäste

13 Personen, ein Spätsommer, eine Datscha – Russland um 1900. Noch klingt alles wie bei Tschechow: Menschen, denen fremd geworden ist, was sie tun; Menschen, die auf Unbestimmtes warten; Menschen im Zeitloch der Geschichte. »Wir sind Sommergäste in unserem Land. Wir gehören nirgendwohin. Wir tun nichts. Wir reden nur schrecklich viel.« Doch durch die zerfallenden Beziehungen hindurch nimmt der Wunsch nach Veränderung Gestalt an. Und leise, aber unüberhörbar, zieht der große Taifun herauf: die Russische Revolution.

Peter Steins Inszenierung der SOMMERGÄSTE an der Schaubühne im Dezember 1974 wurde zu einem der größten Theatererfolge in Deutschland und darüber hinaus. »So sollte Theater immer sein. So sollten Schauspieler immer spielen«, schrieb Le Monde, während in England der Daily Telegraph nur schlicht titelte: »Director of genius«. 1975 verfilmte Stein das Stück in einer Neubearbeitung von Botho Strauß. Kamera Michael Ballhaus!

Regie Peter Stein
BRD 1975
115 Minuten
FSK 12


Donnerstag, 27.06.2024 um 20.30 Uhr.


Cinema Paradiso

In einem kleinen sizilianischen Dorf dreht sich Mitte der 1940er alles um Kirche und Kino. Auch der kleine Toto ist zwischen der drögen Ministrantenpflicht und seiner Begeisterung zum Film hin und her gerissen. In jeder freien Minute stiehlt er sich in die Vorführkabine des Cinema Paradiso und knüpft so eine tiefe Freundschaft zu dem alten Projektionisten Alfredo, der ihn auch das Handwerk des Filmvorführens lehrt. Als Alfredo bei einem Brand sein Augenlicht verliert, wird Toto zu seinem Nachfolger. Die Jahre vergehen, Toto verliebt sich, dreht erste kleine Filmchen mit der eigenen Kamera, muss zum Militär und bekommt von Alfredo – meist über Filmzitate – die Welt und die Frauen erklärt. Bis Alfredo Toto das Versprechen abnimmt, er solle das Dorf verlassen und nie wieder zurückkommen.

Regie Giuseppe Tornatore
Italien, Frankreich 1988
118 Minuten
FSK 12


Freitag, 28.06.2024 um 18.00 Uhr.
Im Original auf Italienisch mit deutschen Untertiteln.


König der Masken

Die kleine Doggie hat schnell gemerkt: als armes Mädchen zählt sie gar nichts in China des letzten Jahrhunderts. Also schlüpft sie in Jungensachen und wird Schüler(in) des alten Straßenkünstlers Wang. Sie hat Glück, denn nun bekommt sie etwas zu essen und hat ein Dach über dem Kopf. Vor allem aber lernt sie die Kunst des Maskenspiels.

Regie Wu Tian-Ming
Hong-Kong, China 1997
101 Minuten
FSK 6


Freitag, 28.06.2024 um 20.30 Uhr.
Im Original auf Mandarin mit deutschen Untertiteln.


Eine Sekunde

Wir befinden uns im China der 1970er-Jahre – einem China der Kulturrevolution. Inmitten einer Wüstenlandschaft begegnen sich zwei Menschen, die fortan miteinander verbunden sind. Ein Gefangener und ein Waisenkind. Sie kennen sich nicht, aber ihre Wege schienen sich schicksalhaft zu kreuzen. Der Gefangene ist aus einem Arbeitslager geflohen und riskiert eine längere Haftstrafe, ist aber bereit, die Wüste und ihre sengende Hitze zu durchqueren, um einen Blick auf ein ganz bestimmtes Filmmaterial zu werfen.

Regie Zhang Yimou
China 2020
103 Minuten
FSK 12


Sa., 29.06.2024 & So. 30.06.2024 um 18.00 Uhr.
Im Original auf Mandarin mit deutschen Untertiteln.